IG pro zürich 12 Aktuell – Fluglärm

Fluglärm: IG pro zürich 12 neu Mitglied bei KLUG

15.10.2018 › Fluglärm
Die Fluglärm-Politik wird auf nationaler Ebene bestimmt. Die vor zwei Jahren gegründete Organisation Koalition Luftverkehr Umwelt Gesundheit (KLUG) vernetzt 23 Organisationen, die sich gegen die Belärmung aus der Luft einsetzen. Aktuell sind auch die IG pro zürich 12 und der Verein Flugschneise Süd – Nein (VFSN) der Koalition beigetreten. Klug ist bestens in der Bundespolitik in Bern vernetzt. Die beiden Co-Präsidentinnen, Priska Seiler Graf und Lisa Mazzone, sind beides Nationalrätinnen, Seiler Graf für die SP/ZH und Mazzone für die Grünen/GE.
Radio-Sendung mit Priska Seiler Graf
Homepage KLUG
 

Fluglärm: neues SIL-Konzept lässt Bevölkerung & Umwelt aussen vor

28.08.2018 › Fluglärm
Über den Sommer fand das Mitwirkungsverfahren zum Konzeptteil des Sachplans Infrastruktur Luftfahr (SIL) statt. Dieser Konzeptteil stellt zusammen mit dem Bericht über die Luftfahrt (LUPO 2016) ein langfristiges Grundlagenpapier dar für die künftige Planung und Umsetzung des zivilen Luftverkehrs.
Der Verein Flugschneise Süd – NEIN (VFSN), das Bürgerforum Küsnacht (BFK) und die IG pro zürich 12 weisen in ihrem Mitwirkungsbericht das vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) veröffentliche SIL-Konzept zurück und fordern eine Neufassung, die auf einer ausgewogenen Abwägung der Anforderungen der Wirtschaft gegenüber den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Umwelt sowie den Anforderungen der CO2- und Lärmzielen basiert.
Gemeinsame Medienmitteilung VFSN, BFK, IG pro zürich 12:

Fluglärm: Baugenossenschaften erhalten keine Minderwertentschädigungen

23.05.2018 › Fluglärm
Baugenossenschaften mit Liegenschaften in der Südanflugschneise des Flughafens Zürich erhalten keine Entschädigung für den von Flugzeugen verursachten Minderwert – private Hausbesitzer hingegen schon. Weil sie an die Kostenmiete gebunden sind und ihre Wohnungen nicht teurer vermieten dürfen, hat das Bundesgericht in einem von der Baugenossenschaft Opfikon angestrengten Verfahren in letzter Instanz eine Entschädigungspflicht der Flughafen Zürich AG verneint. Das Piloturteil betrifft nicht nur die BG Opfikon sondern Dutzende Baugenossenschaften mit Liegenschaften in der Südanflugschneise. Auch verschiedene gemeinnützige Wohnbauträger in Zürich-Schwamendingen sind von diesem Verdikt aus Lausanne betroffen. 
Artikel Stadt-Anzeiger

Ergänztes Schutzkonzept Süd liegt öffentlich auf

02.02.2018 › Fluglärm
Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verpflichtete den Flughafen Zürich, das vom Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL Ende November 2013 genehmigte Schutzkonzept Süd mit weiteren Massnahme zu ergänzen, um die von morgendlichen Südanflügen betroffenen Personen gegen Aufwachreaktionen zu schützen. Der Flughafen Zürich hat diese Schutzkonzept-Ergänzung dem BAZL Ende Januar eingereicht. Es sieht bei den Wohnliegenschaften im erweiterten Perimeter die Montage eines Schliessmechanismus für Fenster oder eines Schalldämmlüfters vor. Im ergänzten Schutzkonzept Süd ist nun dieser Perimeter um 1700 Wohnungen erweitert. Es liegt bis Ende Februar öffentlich auf; die Einsprachefrist läuft bis zum 28. Februar 2018.
Medienmitteilung BAZL
Auflageunterlagen erg. Schutzkonzept Süd

Einmal mehr: Zürcher Fluglärmindex auch 2016 überschritten

05.12.2017 › Fluglärm
Auch 2016 hat der Zürcher Fluglärmindex (ZFI) kräftig zugelegt. 64'110 Personen waren im vergangenen Jahr rund um den Flughafen Zürich vom Fluglärm betroffen. Der vor zehn Jahren festgesetzte Richtwert von 47'000 Personen wurde damit um rund 17'000 Personen überschritten. Oder andersrum gesagt: Der Richtwert wurde in den vergangenen Jahren nur einmal – nämlich 2008 – eingehalten. Der Zürcher Regierungsrat ging an seiner Medienkonferenz vom 1. Dezember 2017 davon aus, dass die Bevölkerung weiter zunehmen wird und damit auch mit einem Anstieg des ZFI-Werts zu rechnen ist. ZFI-dämpfend werde sich die Flottenerneuerung auswirken. Die neueren Maschinen verursachen meist weniger Lärm.
Medienmitteilung Regierungsrat ZH

Bessere Einhaltung der siebenstündigen Nachtflugsperre gefordert

05.12.2017 › Fluglärm
«Deutliches Verbesserungspotential» gibt es aus Sicht des Zürcher Regierungsrats bei der Einhaltung der siebenstündigen Nachtflugsperre – vor allem beim bewilligungsfreien Verspätungsabbau zwischen 23 und 23.30 Uhr. In dieser Zeitspanne wurde im am 1. Dezember 2017 vorgestellten Flughafenbericht 2016 insgesamt 2300 Flüge gezählt, was einer deutlichen Zunahme gegenüber 2015 entspricht. Damit bestätigen sich die diesbezüglichen Beobachtungen von Gemeinden und Bürgerorganisationen rund um den Flughafen. Der Verdacht besteht weiter, dass der Flughafen mit dem Verspätungsabbau eine verdeckte, unzulässige Kapazitätssteigerung in der Nachtrandstunde betreibt. Gespannt darf man sein auf die vertiefte Analyse der Verspätungssituation, die das Bundesamt für Zivilluftfahrt im Zusammenhang mit dem Lärmcontrollingbericht von der Flughafen Zürich AG verlangt.  

30. Oktober 2003 - 30. Oktober 2017: 14 Jahre unzulässige Südanflüge

30.10.2017 › Fluglärm
Mit einer Aktion am Stadelhoferplatz in Zürich haben Mitglieder und Sympathisanten des Vereins Flugschneise Süd - Nein VFSN am Jahrestag der Einführung der Anflüge auf den Flughafen Zürich-Kloten über dem dicht besiedelten Süden aufmerksam gemacht. Mit weichen Gummibärchen wurde auf das harte Los der über 200'000 Menschen hingewiesen, die seit dem 30. Oktober 2003 jeden Morgen ab 6 Uhr durch Südlandungen geweckt werden. Neu erlaubt der Bundesrat nun auch, während des ganzen Tages bei Bise und Nebel über dem Süden zu starten. 
Medienmitteilung VFSN

Dringliche Anfrage:  Keine Südstarts geradeaus!

06.02.2013 › Fluglärm
Dringliche Anfrage:  Keine Südstarts geradeaus!
In seiner Stellungnahme auf die dringliche Anfrage Savarioud/Virchaux erneuert der Zürcher Stadtrat seine Haltung, dass «Starts Richtung Süden geradeaus bei keiner Betriebsvariante zugelassen werden dürfen». Dies habe er in einem Schreiben an die Vorsteherin des UVEK im Februar bekräftigt. Eher enttäuschend ist die Antwort des Stadtrats hingegen auf die Frage, welchen Flughafen Zürich denn brauche. Auf unsere Forderung, der Flughafen Zürich genüge als so genannter City Flughafen, der gute Direktverbindungen in Europa und optimale Anschlüsse zu den wichtigsten weltweiten Zentren unterhaltet, geht der Stadtrat nicht ein. Vielmehr betont er die grosse wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens und die Notwendigkeit von direkten internationalen Flugverbindungen.

Südstarts geradeaus: Dringliche Anfrage an Stadtrat Zürich eingereicht

09.01.2013 › Fluglärm
IG-Vorstandsmitglied und Schwamendinger SP-Gemeinderat Marcel Savarioud hat anfangs Januar zusammen mit  CVP-Gemeinderat Jean-Claude Virchaux eine dringliche Anfrage an den Stadtrat Zürich eingereicht. Sie fordern den Stadtrat auf, zu den drohenden Südstarts geradeaus Stellung zu beziehen und eine Beurteilung des neuen Staatsvertrags zwischen Deutschland und der Schweiz darzulegen. Die Anfrage wurde von 52 weiteren GemeinderätInnen mitunterzeichnet. 

Positionspapier IG zum Staatsvertrag: Keine Südstarts geradeaus!

23.10.2012 › Fluglärm
Der Vorstand IG pro zürich 12 hat im Oktober 2012  seine Haltung bezüglich der Fluglärmpolitik mit einem Positionspapier zum Staatsvertrag D - CH ergänzt. Darin fordert die IG die Mitsprache der Bevölkerung und der Behörden der lärmbetroffenen Gemeinden ein, lehnt den Pistenausbau ab und und stellt sich vehement gegen die Absicht, eine Reduktion der Südanflüge mit Südstarts geradeaus zu kompensieren

Verstärktes Nachtflugverbot in Frankfurt

15.03.2010 › Fluglärm
Der hessische Verwaltungsgerichtshof hat diese Woche entschieden, dass die Nachtflugsperre in Frankfurt am Main von 23 bis 05 Uhr nicht durch Sondererlaubnisse aufgeweicht werden dürfe. Die bisher bewilligten Frachtflüge werden allesamt gestrichen.

Damit hat Frankfurt eine absolute Nachtflugsperre von sechs Stunden. Also etwa gleich lang wie in Zürich, wo zwar die Sperrzeiten von 23 bis 06 Uhr gültig sind, aber aufgrund des Verspätungsabbaus gleichwohl bis 23.30 Uhr, vereinzelt sogar bis Mitternacht, gelandet und gestartet wird.

Mit diesem jüngsten Gerichtsentscheid ist die Behauptung der Flughafen Zürich AG, dass kein einziger Flughafen in Europa eine Nachtsperre kenne, einmal mehr widerlegt. Zudem gibt es zahlreiche Beispiele von europäischen Flughäfen, die über eine ähnliche Nachtruhe verfügen wie der Cityflughafen Zürich. Der Cityairport London zum Beispiel hat am Wochenende eine Nachtflugsperre von 24 Stunden!

Es ist also völlig unangebracht, wenn der Swiss CEO Harry Hohmeister in Zürich eine Aufweichung der heute gültigen Nachtruhe verlangt.
Daher: Nicht nachgeben! Am 27. November STOP PISTENAUSBAU 2x JA.
Info-Link: http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/fluglaerm-gericht-verbietet-nachtfluege-am-flughafen-frankfurt-11489767.html

Zirka 90 Prozent der Zürich anfliegenden Jets verursachen zu wenig Lärm, als dass die Fluglinienbetreiber Lärmgebühren entrichten müssten. Grund: Die Kategorien der Lärmgebühren wurden seit 2000 nicht mehr dem technischen Standart der Triebwerke angepasst. Die Airlines haben also gar keinen Anreiz mehr, die neusten Flugzeuge nach Zürich zu schicken, deren Triebwerke noch schallgedämpfter funktionieren.
Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben, will sich der Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG an einer seiner ersten Sitzungen nach der Sommerpause der Revision der Lärmgebühren annehmen. Die IG pro zürich 12 hat in einem Schreiben vom 3. August 2010 den im Verwaltungsrat den Kanton Zürich vertretenden Regierungsrat Ernst Stocker dringlich gebeten, sich für eine sofortige Verschärfung der Lärmgebührenordnung einzusetzen.

Kein Pistenausbau – Einstellung der Südanflüge!

03.11.2009 › Fluglärm
Gemeinsame Medienmitteilung IG pro zürich 12 & Zürich-Nord gegen Fluglärm

Die Resultate der schweizerisch-deutschen Fluglärmanalyse, die am 30. Oktober publiziert wurden, stimmten uns vorsichtig optimistisch. Die Tatsache, dass Süddeutschland nicht unter Fluglärmgrenzwertüberschreitungen zu leiden hat, gab uns Hoffnung, dass nun eine für die lärmgeplagte Bevölkerung rund um den Flughafen positive Entwicklung in Gang kommen könnte.

Die Freude war von kurzer Dauer: Mit grossem Befremden müssen wir heute zur Kenntnis nehmen, dass der Zürcher Regierungsrat in seiner Stellungnahme zum SIL-Schlussberichtsentwurf mit seinem Ja zur Betriebsvariante J auf Pistenausbau und Kapazitätssteigerung setzt und damit befürwortet, dass weitere sechs Anflugstunden pro Tag von Deutschland in die Schweiz umgelagert werden.

Lärmfreie Zeitfenster für Deutschland, obwohl Deutschland gar keinen Lärm hat? Wir fordern den Regierungsrat auf, sich endlich für die Anliegen und Bedürfnisse derjenigen einzusetzen, die ihn gewählt haben und das ganze am Schluss auch ertragen und bezahlen müssen! Wir fordern konkret: Keinen Pistenausbau, keine weiteren Kapazitätssteigerungen – Einstellung der Südanflüge!

3. November 2009 IG pro zürich 12 & Zürich-Nord gegen Fluglärm